Wirtschaft und Verkehr in Deggendorf

Wirtschaft und Verkehr in Deggendorf

Deggendorf, das erstmals urkundlich im Jahre 1002 erwähnt wird, wurde an einem geografisch wichtigen Ort errichtet: Hier befand sich ein natürlicher Donauübergang, der den wichtigen Handelsweg entlang der Isar nordwärts fortsetzte.

Diese Lage der heutigen Großen Kreisstadt ist auch heute noch von Bedeutung: Die Donau ist eine der großen Verkehrsadern Europas, der Strom verbindet die Nordsee mit dem Schwarzen Meer. Deggendorf hat mit einem großen Hafen einen wichtigen Güterumschlagplatz sowie eine Schiffsanlegestelle für die Personenschifffahrt. Der uralte Donauübergang in Form einer Furt wurde schon um 1280 durch eine hölzerne Donaubrücke ersetzt, 1863 in eine eiserne Brücke umgewandelt und letztmals 1999 durch eine moderne Donaubrücke zu einem sowohl den Erfordernissen des Straßenverkehrs als auch der Schifffahrt entsprechenden Übergang ausgebaut.

Deggendorf - Verkehrsanbindung

Auch auf der Straße ist das „Tor zum Bayerischen Wald“ gut zu erreichen: Am Autobahnkreuz Deggendorf führt die A3 weiter nach Frankfurt/Main, Köln und bis nach Emmerich am Rhein, im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die A92 ist der schnellste Weg in die bayerische Landeshauptstadt München.

Diese effiziente Verkehrsanbindung macht Deggendorf so attraktiv für Textilindustrie, Eisen-, Gummi-, Holz- und Kunststoffverarbeitung. Spitzenprodukte in Reaktor- und Apparatebautechnik aus Deggendorf genießen weltweit einen sehr guten Ruf. Aber auch Wachswarenherstellung sowie Hoch- und Tiefbau sind wichtige wirtschaftliche Säulen der Hochschulstadt Deggendorf.

Eine der landschaftlich reizvollsten Eisenbahnlinien Deutschlands, ist die sogenannte „Bayerische Waldbahn“: die Strecke von Plattling nach Bayerisch Eisenstein verbindet somit Deggendorf mit Tschechien und den Bayerischen Wald.